Bauherr: Weil der Stadt
2023-2028
kosten KG 300+400 ca. 4,3 Mio€
Umfang der Maßnahme:
Ausgangslage:
Das nach §2 DSchG (Denkmalschutzgesetz) stehende Gebäude, als „Altes Rathaus“ bekannt, ist Kulturdenkmal. Dieses befindet sich in prägnanter Lage am Marktplatz von Weil der Stadt. Die dringend notwendige Generalsanierung bietet die Chance, das Gebäude städtebaulich wie funktional aufzuwerten. Die geplante gastronomische Nutzung im Erdgeschoss – inklusive der sommerlichen Außenbewirtung – soll zur Belebung des Marktplatzes und zur Attraktivitätssteigerung für Bewohner und Besucher beitragen.
Zugleich wird durch die Sanierung der bestehenden Wohnungen sowie den Dachgeschossausbau dringend benötigter, qualitätsvoller Wohnraum im Stadtzentrum geschaffen.
Die Substanz des Gebäudes ist durch langjährige Vernachlässigung und eine Vielzahl unsachgemäßer Umbauten erheblich beeinträchtigt. Die Folge ist ein stark inhomogenes und teilweise geschädigtes Gefüge. Ein Holzgutachten weist erhebliche Schäden an tragenden Bauteilen aus. Die haustechnischen Anlagen sind technisch überholt und teilweise nicht mehr zulässig. Hinzu kommen gravierende brandschutztechnische Defizite, die eine weitere Nutzung des Gebäudes derzeit ausschließen.
Ziele der Maßnahme:
In enger Abstimmung mit der Denkmalpflege, der Stadtverwaltung und den Fachplanern sollen die vorhandenen Mängel systematisch beseitigt, die vorhandene Substanz so weit wie möglich erhalten und ertüchtigt sowie neue, zeitgemäße Nutzungen ermöglicht werden.
Zu Beginn sind umfassende Entkernungs- und Rückbauarbeiten vorgesehen. Sämtliche potenziell schadstoffhaltigen Baustoffe wurden beprobt. Es konnten keine wesentlichen Belastungen festgestellt werden. Sollten im Zuge der Sanierungsarbeiten dennoch Schadstoffe erkannt werden, werden diese fachgerecht entfernt und entsorgt. Darauf folgen gezielte statische Sicherungsmaßnahmen, insbesondere die fach- und Denkmalgerechte Sanierung geschädigter Holzbauteile an Fachwerk, Dachstuhl und Decken.
Ein, unter Verwendung der bestehenden historischen Dachziegel, saniertes und wärmegedämmtes Dach stellt die Witterungsbeständigkeit wieder her. Fenster und Türen werden denkmalgerecht erneuert. Der Einbau moderner haustechnischer Anlagen, insbesondere die Tatsache, dass der Bauherr zukünftig den Einsatz von Gasheizungen vermeiden möchte, stellen eine weitere Herausforderung dar.
Das Gebäude soll möglichst schnell an den bereitstehenden Pächter der Gastronomie (im Erdgeschoss) übergeben werden. Daher ist eine gestaffelte Fertigstellung angestrebt.